Ein Teller dampfende Pasta, nussig-grünes Pistazien-Pesto, oben drauf eine cremig-weiche Burrata, die langsam zerläuft – und plötzlich fühlt es sich an, als säßen Sie wieder in einer kleinen Trattoria in Italien. Genau dieses Urlaubsgefühl holen Sie sich mit diesem Rezept ganz einfach nach Hause.
Warum diese Pistazien-Pesto-Pasta so besonders ist
Pistazien sind gerade überall. Im Eis, in Schokolade, im Croissant. Aber in einer warmen, cremigen Pasta entfalten sie einen ganz eigenen Zauber.
Der Geschmack ist leicht süßlich, nussig, weich. Nicht so kräftig wie Walnüsse, nicht so herb wie klassische Pesto-Soßen mit viel Knoblauch. Zusammen mit Burrata wird daraus ein Teller, der eher wie ein kleines Restaurant-Erlebnis wirkt als wie ein schnelles Feierabendessen.
Und das Beste: Sie brauchen dafür keine Profi-Kenntnisse. Nur einen Mixer, einen Topf und 20 bis 25 Minuten Zeit.
Zutaten für Ihre Pistazien-Pesto-Pasta mit Burrata
Diese Mengen reichen für etwa 2 Portionen als Hauptgericht:
- 200 g Pasta (z. B. Spaghetti, Linguine oder kurze Pasta wie Fusilli)
- 75 g ungesalzene, geröstete Pistazien (Gewicht nach dem Schälen)
- 1 Handvoll frische Basilikumblätter (ca. 10–15 g)
- 30 g frisch geriebener Parmesan
- 1 Knoblauchzehe (klein bis mittelgroß)
- 60 ml Olivenöl (ca. 4 EL)
- 1–2 Schuss Sahne (ca. 30–50 ml, je nach gewünschter Cremigkeit)
- 1 Kugel Burrata (ca. 100–150 g)
- Salz und frisch gemahlener Pfeffer
- einige zusätzliche Pistazienkerne zum Bestreuen
Optional, aber sehr passend:
- etwas frische Petersilie oder mehr Basilikum zum Garnieren
- etwas Zitronenabrieb für eine frische Note
Schritt-für-Schritt: So gelingt die Pasta wie im Italien-Urlaub
Lesen Sie die Anleitung einmal komplett durch, bevor Sie starten. Dann läuft alles entspannt und ohne Hektik.
1. Pistazien vorbereiten und Pasta kochen
Schälen Sie zuerst die Pistazien. Wiegen Sie die 75 g nach dem Schälen ab, damit die Menge stimmt. Legen Sie eine kleine Handvoll Kerne zur Seite, die brauchen Sie später als Topping.
Setzen Sie einen großen Topf mit Wasser auf und salzen Sie es kräftig. Es darf ruhig wie Meerwasser schmecken. Geben Sie die Pasta hinein und kochen Sie sie nach Packungsangabe al dente.
Ganz wichtig: Kurz bevor Sie die Nudeln abgießen, nehmen Sie etwa 1 Tasse (ca. 150–200 ml) vom Nudelwasser ab und stellen sie zur Seite.
2. Cremiges Pistazien-Pesto mixen
Geben Sie die geschälten Pistazien (bis auf die beiseitegelegten), das Basilikum, die geschälte Knoblauchzehe und das Olivenöl in einen Mixer oder in ein hohes Gefäß für den Pürierstab.
Pürieren Sie alles so lange, bis eine cremige, leicht stückige Paste entsteht. Geben Sie jetzt den frisch geriebenen Parmesan dazu und mixen Sie noch einmal kurz.
Ist die Masse zu dick, geben Sie 1–2 Esslöffel heißes Nudelwasser dazu. Nochmal mixen, bis die Konsistenz schön cremig ist. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Probieren Sie ruhig: Es darf intensiv, aber angenehm mild-nussig schmecken.
3. Pesto in eine cremige Pastasoße verwandeln
Erhitzen Sie eine kleine Pfanne oder einen weiten Topf bei mittlerer Hitze. Geben Sie das Pistazien-Pesto hinein. Es soll warm werden, aber nicht braten.
Fügen Sie einen Schuss vom Nudelwasser hinzu und rühren Sie gut um. Dann kommt die Sahne dazu. Starten Sie mit etwa 30 ml und schauen Sie, wie cremig es wird. Mögen Sie es sämiger, geben Sie etwas mehr dazu.
Die Soße sollte jetzt glänzen und dickflüssig sein, aber noch leicht vom Löffel laufen. Wenn sie zu dick ist, helfen ein paar weitere Esslöffel Nudelwasser.
4. Pasta und Sauce zusammenbringen
Gießen Sie die Pasta ab und geben Sie sie direkt zur warmen Pistazien-Soße in die Pfanne.
Alles gründlich durchschwenken oder mit einer Zange gut vermengen, damit jede Nudel mit der Pistazien-Pesto-Sauce überzogen ist. Wenn die Pasta etwas trocken wirkt, noch ein wenig Nudelwasser unterrühren. Das wirkt wie ein natürlicher Emulgator und bindet Soße und Pasta perfekt.
5. Anrichten mit Burrata und Pistazien-Topping
Verteilen Sie die Pasta auf zwei tiefe Teller.
Die Burrata sollte zimmerwarm sein, nicht direkt aus dem Kühlschrank. Halbieren Sie sie vorsichtig und setzen Sie je eine Hälfte mitten auf die Pasta. Beim Anschneiden soll der cremige Kern leicht herauslaufen.
Bestreuen Sie alles mit den zurückgelegten Pistazienkernen. Nach Wunsch noch etwas frische Kräuter darübergeben und einen dünnen Faden Olivenöl aufträufeln. Sofort servieren, damit die Burrata ihre cremige Struktur behält.
Aufbewahrung, Meal-Prep und Varianten
Vielleicht möchten Sie gleich mehr Pesto zubereiten? Eine sehr gute Idee, vor allem, wenn Sie einen hektischen Alltag haben.
Wie lange hält sich das Pistazien-Pesto?
Füllen Sie das fertige Pesto in saubere, gut verschließbare Schraubgläser. Glätten Sie die Oberfläche und gießen Sie eine dünne Schicht Olivenöl oben drauf. So bleibt das Pesto besser geschützt.
Im Kühlschrank hält es sich etwa 4–5 Tage. Vor Verwendung einmal umrühren und bei Bedarf mit einem Löffel heißem Wasser oder etwas Olivenöl wieder cremig machen.
Vegane und leichtere Alternativen
- Vegan: Ersetzen Sie den Parmesan durch 2–3 EL Hefeflocken und nutzen Sie eine vegane Burrata oder lassen Sie den Käse komplett weg.
- Leichter: Statt Sahne können Sie etwas Kochwasser und einen kleinen Löffel Frischkäse mit reduziertem Fettgehalt verwenden.
- Ohne Knoblauch: Wenn Sie Knoblauch nicht gut vertragen, lassen Sie ihn weg oder nutzen Sie nur eine halbe Zehe.
Was Burrata so besonders macht
Viele verwechseln Burrata auf den ersten Blick mit Mozzarella. Von außen sehen sich beide sehr ähnlich. Innen ist Burrata aber eine kleine Überraschung.
Die Hülle besteht aus Mozzarella, im Inneren steckt eine Mischung aus Sahne und zerrissenen Mozzarellastückchen. Dieser Kern heißt „Stracciatella“. Dadurch wird Burrata besonders cremig, mild und reichhaltig.
Wichtig: Burrata nicht kochen. Sie verliert sonst ihre zarte Struktur. Am besten geben Sie sie, wie in diesem Rezept, zimmerwarm auf die heiße Pasta oder auf lauwarme Salate.
So holen Sie sich Italien auf den Teller – immer wieder
Mit diesem Rezept haben Sie eine Pasta, die nach Urlaub, lauen Abenden und einem Glas Wein auf der Piazza schmeckt. Und trotzdem schnell genug für einen ganz normalen Dienstagabend ist.
Vielleicht probieren Sie das nächste Mal eine andere Pastaform, etwas Zitronenabrieb im Pesto oder ein paar Kirschtomaten aus dem Ofen dazu. So bleibt das Gericht spannend, obwohl die Basis immer gleich einfach bleibt.
Wenn Sie das nächste Mal Sehnsucht nach Italien haben, brauchen Sie kein Flugticket. Nur Pistazien, Burrata, etwas Zeit – und diesen Topf auf Ihrem Herd.






