Kohlrabi-Kartoffel-Eintopf: mein einfaches Highlight für echte Kohlrabi-Fans

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Ein Topf, der nach Kindheit duftet, satt macht und nebenbei noch den Kühlschrank aufräumt? Genau so ein Rezept ist dieser Kohlrabi-Kartoffel-Eintopf. Einfach, cremig, ehrlich. Und wenn Sie Kohlrabi lieben, wird dieser Eintopf sehr schnell zu Ihrem neuen Lieblingsgericht.

Warum dieser Kohlrabi-Kartoffel-Eintopf ein kleines Highlight ist

Es gibt Rezepte, die braucht man für stressige Tage. Überschaubare Zutaten, wenig Aufwand, aber ein Ergebnis, das nach viel Mühe schmeckt. Dieser Eintopf mit Kohlrabi und Kartoffeln gehört genau in diese Kategorie.

Er ist günstig, gesund und wärmt von innen. Gleichzeitig schmeckt er angenehm leicht und erinnert mit seinem feinen Kohlrabiaroma ein bisschen an Frühling, selbst wenn draußen graues Winterwetter herrscht.

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Perfekt für Resteküche und volle Gemüseschubladen

Vielleicht kennen Sie das: In der Gemüseschublade liegt noch ein Kohlrabi, die Kartoffeln treiben schon kleine Triebe und zwei Möhren sehen nicht mehr so frisch aus. Wegwerfen wäre schade. Genau hier kommt dieser Resteküche-Eintopf ins Spiel.

In den Topf darf alles, was noch gut ist und verarbeitet werden möchte. Der Kohlrabi bringt leichte Süße, die Kartoffeln machen satt und cremig, die Möhren sorgen für Farbe. Und das Beste: Viel schneiden, kurz kochen, dann haben Sie ein richtiges Wohlfühlessen auf dem Tisch.

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Zutaten für den Kohlrabi-Kartoffel-Eintopf (für ca. 4 Portionen)

Planen Sie für das Rezept etwa 40 Minuten Zeit ein, davon sind viele Minuten reine Kochzeit. Sie können also nebenbei ganz entspannt den Tisch decken oder schon einmal das Brot schneiden.

  • 1 Zwiebel (ca. 80 g)
  • 2 große Kohlrabi (zusammen ca. 700–800 g, geschält gewogen etwas weniger)
  • 400 g Kartoffeln (vorzugsweise mehligkochend)
  • 2 Möhren (ca. 150–200 g)
  • 2 el frische Petersilie, fein gehackt
  • 2 el Rapsöl
  • 1 liter Gemüsebrühe
  • 2 el Speisestärke
  • 150 ml Milch
  • 100 g Crème fraîche
  • 1–2 el Zitronensaft, nach Geschmack
  • Salz und Pfeffer nach Geschmack
  • 1 Prise Muskatnuss, frisch gerieben, wenn möglich

Schritt für Schritt: So kochen Sie den Eintopf

Die Zubereitung ist wirklich unkompliziert. Wenn Sie alles einmal vorbereitet haben, kocht der Kohlrabi-Kartoffel-Eintopf fast von allein vor sich hin.

1. Gemüse vorbereiten

  • Zwiebel schälen und in kleine Würfel schneiden.
  • Kohlrabi schälen, holzige Stellen großzügig entfernen und in mundgerechte Würfel schneiden.
  • Kartoffeln schälen und ebenfalls in Würfel schneiden, ungefähr so groß wie der Kohlrabi.
  • Möhren schälen und in gleichmäßige Scheiben schneiden.
  • Petersilie waschen, gut trocken schütteln und fein hacken.

2. Anbraten und köcheln lassen

  • Rapsöl in einem großen Topf erhitzen.
  • Zwiebelwürfel hineingeben und bei mittlerer Hitze 2–3 Minuten glasig dünsten. Rühren Sie dabei immer wieder um, damit nichts anbrennt.
  • Kohlrabiwürfel, Kartoffeln und Möhren dazugeben.
  • Das Gemüse 2–3 Minuten mit anrösten. Durch dieses kurze Anbraten entwickelt sich ein intensiverer Geschmack.
  • Mit der Gemüsebrühe ablöschen, einmal gut umrühren.
  • Alles bei mittlerer Hitze etwa 20 Minuten köcheln lassen, bis das Gemüse weich, aber noch leicht bissfest ist.

3. Cremigkeit und Bindung

  • In einer Schüssel die Speisestärke mit der Milch gründlich verrühren, bis keine Klümpchen mehr zu sehen sind.
  • Diese Mischung langsam in den köchelnden Eintopf gießen, dabei ständig rühren.
  • Den Eintopf weitere 3–5 Minuten sanft kochen, bis die Flüssigkeit sämig wird.
  • Crème fraîche unterrühren. Der Eintopf bekommt jetzt eine schöne, cremige Konsistenz.

4. Abschmecken und servieren

  • Mit Salz, Pfeffer, Zitronensaft und einer Prise Muskatnuss abschmecken.
  • Zum Schluss die gehackte Petersilie über den fertigen Eintopf streuen.
  • Nach Wunsch mit einer Scheibe kräftigem Brot oder einem Brötchen servieren.
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So wird der Kohlrabi-Kartoffel-Eintopf noch besser

Wenn Sie einmal die Basis beherrschen, können Sie den Eintopf jedes Mal ein wenig abwandeln. So wird es nie langweilig und Sie können immer an das anpassen, was gerade im Kühlschrank ist.

Ideen für mehr Geschmack

  • Mit Fleischbällchen: Formen Sie aus 250 g gemischtem Hackfleisch, 1 ei, Salz, Pfeffer und etwas Paniermehl kleine Bällchen. Diese können Sie separat in der Pfanne braten und kurz vor dem Servieren in den Eintopf geben.
  • Mit Speck: Fein gewürfelter Bauchspeck, kurz mit den Zwiebeln angebraten, gibt ein herzhaftes Aroma.
  • Mit Knoblauch: 1 kleine Zehe fein hacken und mit den Zwiebeln anschwitzen, wenn Sie es aromatischer mögen.

Gemüsereste clever nutzen

  • Ein paar Erbsen, Lauchreste oder Sellerie lassen sich problemlos mitkochen.
  • Statt Möhren können Sie auch Pastinaken oder Petersilienwurzel verwenden.
  • Ein Rest Sahne statt Crème fraîche funktioniert auch, dann den Zitronensaft etwas sparsamer dosieren.

Warum Kohlrabi sich in Eintöpfen so gut macht

Kohlrabi ist oft unterschätzt. Viele kennen ihn nur roh als Snack, dabei ist er gekocht wunderbar mild und leicht süßlich. In Kombination mit Kartoffeln und Möhren entsteht ein harmonischer, runder Geschmack.

Dazu kommt: Kohlrabi ist kalorienarm, aber reich an Vitamin C, Ballaststoffen und Mineralstoffen. Er macht satt, ohne schwer im Magen zu liegen. Gerade in einem cremigen Eintopf ist das ein schöner Gegensatz.

Aufbewahrung, Meal Prep und Aufwärmen

Vielleicht bleibt bei Ihnen etwas übrig. Wegwerfen müssen Sie nichts, denn dieser Kohlrabi-Kartoffel-Eintopf lässt sich richtig gut vorbereiten.

  • Im Kühlschrank hält sich der Eintopf in einer gut verschlossenen Dose 2–3 Tage.
  • Beim Aufwärmen auf dem Herd bei mittlerer Hitze langsam erhitzen und gelegentlich umrühren.
  • Ist der Eintopf zu dick geworden, einfach etwas Wasser oder Milch unterrühren.

Fürs Büro können Sie den Eintopf in einer Mikrowellenbox mitnehmen. Satt, warm und deutlich günstiger als der schnelle Snack vom Bäcker.

Fazit: Ein einfacher Eintopf, der nach Zuhause schmeckt

Dieser Kohlrabi-Kartoffel-Eintopf ist kein kompliziertes Gourmetgericht. Aber genau darin liegt sein Reiz. Er ist bodenständig, ehrlich, schnell gemacht und genau das Richtige, wenn Sie etwas Wärmendes im Alltag brauchen.

Vielleicht wird er bei Ihnen auch zu diesem einen Rezept, das Sie immer wieder kochen, wenn der Kühlschrank voll Gemüse ist und die Zeit knapp. Ein Löffel, ein tiefer Teller, etwas frische Petersilie obendrauf – manchmal braucht es nicht mehr, um sich richtig gut aufgehoben zu fühlen.

Lena Hartmann
Lena Hartmann

Ich bin Lena Hartmann, Foodjournalistin und Rezeptentwicklerin mit Schwerpunkt auf moderner europäischer Küche und kulinarischen Reisen. Nach meinem Studium der Ernährungswissenschaften als Absolvent der TU Muenchen habe ich mehrere Jahre in Restaurantküchen gearbeitet und Kochbücher lektoriert. Meine Spezialität sind alltagstaugliche Rezepte mit feinen Aromen sowie Reiseberichte mit kulinarischem Fokus – vom Marktbesuch bis zur Weinbegleitung. Zuhause beschäftige ich mich intensiv mit Tischkultur und saisonaler Wohnatmosphäre. Auf DouLavender teile ich meine Erfahrungen aus Küche, Reisen und Zuhausegestaltung und zeige, wie genussvolle Momente im Alltag entstehen.

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