Rezept: Warme Sonntags-Mohnhörnchen, wie ich sie jedes Wochenende backe

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Stellen Sie sich einen grauen Sonntagmorgen vor, draußen ist es still, und in Ihrer Küche duftet es nach warmer Butter, Hefe und süßem Mohn. Genau so riecht für mich Wochenende. Diese warmen Sonntags-Mohnhörnchen backe ich wirklich fast jedes Wochenende, und jedes Mal verschwinden sie schneller vom Blech, als sie abkühlen können.

Das Schöne: Der Teig braucht zwar etwas Zeit, aber die Schritte sind einfach. Wenn Sie einmal wissen, wie es geht, wird dieses Rezept Ihr neuer Sonntags-Klassiker. Holen Sie sich einen Kaffee oder Tee dazu, und lassen Sie uns gemeinsam backen.

Warum diese Mohnhörnchen meine liebsten Sonntagsbrötchen sind

Diese Mohnhörnchen sind wie eine Mischung aus Brioche und Plunderteilchen. Der Teig ist weich, buttrig und leicht süß. Die Füllung ist aromatisch, warm, etwas zitronig und orangig. Zusammen ergibt das ein Gebäck, das einfach nach Zuhause schmeckt.

Sie brauchen kein Profi-Equipment, nur etwas Zeit und Ruhe. Der Teig wird im Kühlschrank geführt, das macht ihn gut formbar und sehr aromatisch. Und das Beste: Die Hörnchen schmecken noch lauwarm am allerbesten. Perfekt für einen langsamen Sonntag.

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Zutaten für warme Sonntags-Mohnhörnchen

Mit dieser Menge backen Sie etwa 10–12 Stück. Ideal für die Familie oder für ein gemütliches Kaffeetrinken mit Freunden.

Zutaten für den Briocheteig

  • 125 g zimmerwarme Butter
  • 250 g Weizenmehl (Type 405)
  • 25 g Zucker
  • 12 g frische Hefe (oder 10 g Trockenhefe)
  • 150 g Eier (etwa 3 Eier, Größe M)
  • 5 g Salz

Zutaten für die Mohnfüllung

  • 120 ml Milch
  • 30 g Zucker
  • 0,5 TL Zimt
  • 0,5 TL Vanillezucker
  • 1 TL fein abgeriebene Bio-Zitronenschale
  • 1 TL fein abgeriebene Bio-Orangenschale
  • 150 g gemahlener Mohn

Zum Bestreichen und zum Formen

  • 1 Ei (Größe M)
  • 1 EL kaltes Wasser
  • Etwas Mehl für die Arbeitsfläche
  • 1 tiefes Backblech
  • Backpapier
  • 1 Teigrolle / Rollholz

Wenn Sie es besonders einfach wollen, können Sie statt der selbstgekochten Füllung auch eine backfertige Mohnfüllung aus dem Kühlregal (ca. 250 g) verwenden. Der Geschmack ist etwas anders, aber immer noch sehr lecker.

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Schritt für Schritt: So gelingt der Briocheteig

Briocheteig klingt aufwendig, ist aber nur ein gut gekneteter Hefeteig mit besonders viel Butter. Genau diese Butter macht die Hörnchen so weich und saftig.

  • 1. Die Butter in kleine Würfel schneiden und beiseitestellen. Sie soll weich, aber nicht flüssig sein.
  • 2. Mehl, Zucker, Hefe, Eier und Salz in eine große Rührschüssel geben.
  • 3. Mit den Knethaken des Handrührers oder in der Küchenmaschine auf niedriger Stufe etwa 2 Minuten mischen, bis sich alles grob verbindet.
  • 4. Jetzt die Butterwürfel nach und nach zugeben und auf niedriger Stufe sorgfältig unterkneten.
  • 5. Dann die Knetstufe erhöhen und mindestens 5 Minuten weiterkneten, bis der Teig glatt ist und sich vom Schüsselrand löst.

Wenn Sie unsicher sind, ob der Teig fertig ist, hilft die sogenannte Fensterprobe. Nehmen Sie ein kleines Stück Teig, ziehen Sie es mit den Fingern vorsichtig auseinander. Wenn eine dünne, fast durchsichtige „Teighaut“ entsteht, ohne dass er sofort reißt, ist der Teig gut ausgeknetet.

  • 6. Den Teig in der Schüssel lassen, abdecken und etwa 30 Minuten im Kühlschrank gehen lassen. So lässt er sich später besser ausrollen und klebt weniger.
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Duftende Mohnfüllung kochen

Während der Teig ruht, kümmern Sie sich um das Herzstück der Hörnchen: die Mohnfüllung. Hier entsteht der Duft, der später durch die ganze Wohnung zieht.

  • 7. Milch, Zucker, Zimt, Vanillezucker, Zitronenschale und Orangenschale in einen mittelgroßen Topf geben und einmal aufkochen.
  • 8. Den gemahlenen Mohn mit einem Silikonspatel oder Holzlöffel unterrühren.
  • 9. Bei milder Hitze unter Rühren etwa 2–3 Minuten köcheln lassen, bis die Masse dicker wird.
  • 10. Vom Herd nehmen und abkühlen lassen. Zwischendurch umrühren, damit sich keine Haut bildet.

Sie können die Mohnfüllung auch am Vortag zubereiten. Nach dem Abkühlen einfach abgedeckt in den Kühlschrank stellen. So geht es am Sonntagmorgen noch entspannter.

Teig ausrollen, füllen und Hörnchen formen

Jetzt wird es kreativ. Der Teig wird zu einem Rechteck ausgerollt, gefüllt, gefaltet und dann in Dreiecke geschnitten, die zu Hörnchen aufgerollt werden. Das klingt komplizierter, als es ist, versprochen.

  • 11. Ein tiefes Backblech mit Backpapier auslegen und bereitstellen.
  • 12. Den gekühlten Teig auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche legen und gleichmäßig zu einem Rechteck von etwa 40 x 33 cm ausrollen. Die längere Seite sollte parallel zur Tischkante liegen.
  • 13. Den Teig einmal vorsichtig von der Fläche lösen, damit er nicht festklebt, aber dabei die Form nicht verändern.
  • 14. Die Mohnfüllung mit einer Winkelpalette oder einem Messer gleichmäßig auf dem Teig verteilen. Rundherum einen Rand von etwa 3 cm frei lassen.
  • 15. Die obere Teighälfte nach unten klappen, sodass ein Rechteck von etwa 40 x 16 cm entsteht. Leicht andrücken und ganz fein mit Mehl bestäuben.
  • 16. Dieses Teigstück nun zu einem Rechteck von etwa 60 x 30 cm ausrollen. Wieder leicht mit Mehl bestäuben und zur Hälfte zusammenklappen.
  • 17. Den zusammengelegten Teig erneut auf Blechgröße (ca. 40 x 33 cm) ausrollen und nochmals leicht bemehlen.
  • 18. Den Teig kurz von der Arbeitsfläche lösen, damit nichts klebt.
  • 19. Das große Rechteck der Länge nach halbieren. So erhalten Sie zwei Rechtecke von jeweils etwa 40 x 16 cm.
  • 20. Jedes Rechteck in 5–6 gleichschenkelige Dreiecke schneiden.
  • 21. Jedes Dreieck von der kurzen Seite her zur Spitze hin aufrollen. Die Hörnchen mit etwas Abstand zueinander auf das vorbereitete Blech legen.

Es macht nichts, wenn nicht jedes Hörnchen perfekt aussieht. Gerade die kleinen Unterschiede machen das Gebäck so charmant hausgemacht.

Gehzeit, Ofen und perfekter Glanz

Jetzt braucht der Teig vor allem Ruhe und Wärme. In dieser Zeit entwickeln sich Aroma und die fluffige Struktur.

  • 22. Die Hörnchen locker mit einem Stück Backpapier abdecken und 2–2,5 Stunden gehen lassen. Sie sollen deutlich größer werden und luftig aussehen.
  • 23. Den Backofen rechtzeitig auf 165 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  • 24. Das Ei mit 1 EL kaltem Wasser in einer kleinen Schüssel verquirlen und die aufgegangenen Hörnchen vorsichtig damit bestreichen.
  • 25. Das Blech in die Mitte des Ofens schieben und die Mohnhörnchen 17–20 Minuten backen, bis sie goldbraun sind.

Nach dem Backen die Hörnchen auf einem Gitter lauwarm abkühlen lassen. Wenn Sie es nicht abwarten können, probieren Sie eines, solange es noch leicht warm ist. Genau so schmecken sie für mich nach Sonntag.

Servieren, Aufbewahren und kleine Variationen

Am besten schmecken die warmen Sonntags-Mohnhörnchen frisch am Backtag mit einer Tasse Kaffee oder Tee. Sie passen wunderbar zum späten Frühstück oder zum Nachmittagskaffee.

  • Für den nächsten Tag können Sie die Hörnchen in einer Dose oder unter einem Kuchenglocke aufbewahren.
  • Zum Aufwärmen kurz bei 140 °C in den Ofen geben, etwa 5–7 Minuten.
  • Sie können die fertigen, abgekühlten Hörnchen auch einfrieren und nach Bedarf auftauen.

Wenn Sie gerne variieren, können Sie

  • etwas gehackte Nüsse in die Mohnfüllung geben,
  • nach dem Backen leicht mit Puderzucker bestäuben,
  • oder einen Teil der Milch in der Füllung durch Sahne ersetzen, für noch mehr Cremigkeit.

Vielleicht stehen diese Mohnhörnchen schon nächsten Sonntag bei Ihnen auf dem Tisch. Und wer weiß, vielleicht werden sie auch bei Ihnen zur kleinen, stillen Tradition jedes Wochenendes.

Lena Hartmann
Lena Hartmann

Ich bin Lena Hartmann, Foodjournalistin und Rezeptentwicklerin mit Schwerpunkt auf moderner europäischer Küche und kulinarischen Reisen. Nach meinem Studium der Ernährungswissenschaften als Absolvent der TU Muenchen habe ich mehrere Jahre in Restaurantküchen gearbeitet und Kochbücher lektoriert. Meine Spezialität sind alltagstaugliche Rezepte mit feinen Aromen sowie Reiseberichte mit kulinarischem Fokus – vom Marktbesuch bis zur Weinbegleitung. Zuhause beschäftige ich mich intensiv mit Tischkultur und saisonaler Wohnatmosphäre. Auf DouLavender teile ich meine Erfahrungen aus Küche, Reisen und Zuhausegestaltung und zeige, wie genussvolle Momente im Alltag entstehen.

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