Roulade mit cremigem Kartoffelpüree und knusprig frittierten Zwiebeln: So gelingt sie immer

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Eine zarte Roulade, dazu cremiges Kartoffelpüree und knusprig frittierte Röstzwiebeln oben drauf – klingt nach Sonntagsessen, oder? Und doch muss es gar nicht kompliziert sein. Wenn Sie ein paar einfache Tricks kennen, gelingt Ihnen dieses Gericht wirklich jedes Mal.

Warum diese Roulade mit Kartoffelpüree so besonders ist

Viele Rezepte für Rouladen wirken auf den ersten Blick aufwendig. Lange Garzeit, viele Schritte, viel Chaos in der Küche. Dieses Gericht lässt sich aber gut planen und entspannt kochen.

Das Geheimnis liegt in der Kombination: wunderbar weiches Kartoffelpüree, das auf der Zunge schmilzt. Dazu Röstzwiebeln, die beim Biss richtig schön knacken. Und dazwischen die herzhaft gefüllte Roulade. Weich, knusprig, cremig – alles auf einem Teller.

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Die perfekte Roulade – Basis und Füllung

Vielleicht haben Sie schon ein Lieblingsrezept für Rinderrouladen. Klassisch mit Speck, Senf, Gurke und Zwiebel. Oder etwas moderner, zum Beispiel mit Kräutern und Käse.

Damit das Gesamtgericht stimmt, kommt es bei der Roulade vor allem auf drei Punkte an: gute Qualität beim Fleisch, sorgfältiges Anbraten und genug Zeit zum Schmoren. So passt sie später perfekt zum feinen Püree und den knusprigen Zwiebeln.

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Zutaten für die Rouladen (für 4 Personen)

  • 4 Rinderrouladen à ca. 160–180 g
  • 4 TL scharfer oder mittelscharfer Senf
  • 8 Scheiben Bacon oder Frühstücksspeck
  • 2 Gewürzgurken, längs geviertelt
  • 2 Zwiebeln, in feine Ringe geschnitten
  • 2 EL Pflanzenöl zum Anbraten
  • 500 ml Rinderfond oder kräftige Rinderbrühe
  • 150 ml Rotwein (optional, sonst mehr Brühe verwenden)
  • 1 EL Tomatenmark
  • 2 Lorbeerblätter
  • 1 TL Paprikapulver, edelsüß
  • Salz und Pfeffer
  • 1–2 TL Speisestärke (für eine sämige Sauce, optional)

Rouladen vorbereiten und schmoren

Die Rouladen auf einem Brett auslegen und von beiden Seiten leicht salzen und pfeffern. Mit Senf bestreichen. Anschließend mit Speck, Zwiebelringen und Gurkenstücken belegen.

Jetzt die Seiten leicht einschlagen und die Roulade straff aufrollen. Mit Küchengarn oder Rouladennadeln fixieren. In einem Bräter oder großen Topf das Öl erhitzen und die Rouladen von allen Seiten kräftig anbraten, bis sie schön gebräunt sind.

Tomatenmark kurz mitrösten, dann mit Rotwein ablöschen. Etwas einkochen lassen. Mit Rinderfond aufgießen, Lorbeerblätter und Paprikapulver zugeben. Deckel auflegen und bei kleiner bis mittlerer Hitze ca. 1,5–2 Stunden schmoren, bis das Fleisch zart ist.

Zum Schluss die Rouladen herausnehmen und warm halten. Die Sauce nach Wunsch etwas einkochen. Wer mag, rührt etwas Speisestärke in kaltem Wasser an und bindet damit die Sauce leicht ab. Noch einmal mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Cremiges Kartoffelpüree – die perfekte Beilage

Ein gutes Püree ist mehr als zerdrückte Kartoffeln. Es ist weich, glatt, aber nicht flüssig. Es wärmt und macht satt. Und es darf gerne ein bisschen nach Butter und Liebe schmecken.

Zutaten für das Kartoffelpüree

  • 600 g mehlig kochende Kartoffeln, geschält und grob geschnitten
  • 100 g Butter
  • 200 ml Milch
  • 1 Knoblauchzehe, angedrückt
  • 1 Zweig Thymian
  • 2 EL Schnittlauch, frisch, fein geschnitten
  • Salz und Pfeffer
  • Frischer Muskat nach Geschmack
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Kartoffelpüree zubereiten – Schritt für Schritt

Die Kartoffeln in leicht gesalzenem Wasser kochen, bis sie weich sind, aber nicht zerfallen. Das dauert je nach Größe der Stücke etwa 15–20 Minuten. Anschließend gut abgießen und kurz ausdampfen lassen.

In einem kleinen Topf die Milch mit Butter, der angedrückten Knoblauchzehe und dem Thymian aufsetzen und einmal aufkochen. Danach durch ein Sieb gießen, damit Knoblauch und Thymian entfernt werden.

Die heißen Kartoffeln durch eine Kartoffelpresse direkt in die aromatisierte Milch drücken. Alles vorsichtig verrühren, bis ein cremiges, glattes Püree entsteht. Wenn es zu fest ist, noch etwas Milch zugeben.

Zum Schluss den fein geschnittenen Schnittlauch unterheben. Mit Salz, Pfeffer und frischem Muskat abschmecken. Das Püree bis zum Servieren warm halten, am besten mit Deckel auf kleiner Hitze.

Knusprig frittierte Zwiebeln – das i-Tüpfelchen

Diese Röstzwiebeln sind weit weg von den weichen Zwiebelringen in der Rouladenfüllung. Sie sind knusprig, goldbraun und geben dem ganzen Gericht ein kleines Knusperfeuerwerk.

Zutaten für die Röstzwiebeln

  • 1 große Zwiebel, in feine Streifen geschnitten
  • 4 EL Mehl
  • Salz und Pfeffer
  • Paprikapulver, geräuchert, nach Geschmack
  • 1 l Frittierfett zum Ausbacken

Röstzwiebeln richtig frittieren

Die Zwiebelstreifen auf einem sauberen Küchentuch gut abtrocknen. Je trockener sie sind, desto knuspriger werden sie später. Dann im Mehl wenden, bis alle Streifen leicht umhüllt sind.

Das Frittierfett in einem hohen Topf auf 150–160 Grad erhitzen. Die bemehlten Zwiebeln in kleinen Portionen etwa drei Minuten ausbacken, bis sie eine schöne goldene Farbe haben. Nicht zu viel auf einmal in den Topf geben, sonst kleben sie zusammen.

Die fertigen Zwiebeln mit einem Schaumlöffel herausnehmen und auf Küchenpapier abtropfen lassen. Sofort mit Salz, Pfeffer und geräuchertem Paprikapulver würzen. Danach möglichst bald servieren, solange sie schön knusprig sind.

Anrichten: So wird die Roulade zum Hingucker

Auf jeden Teller zuerst einen großzügigen Löffel Kartoffelpüree setzen. Mit einem Löffel leicht in die Mitte drücken, damit eine kleine Mulde entsteht. Darauf etwas von der heißen Sauce geben, sie darf ruhig leicht ins Püree laufen.

Die Roulade schräg in Scheiben schneiden oder im Ganzen servieren und neben oder halb auf das Püree legen. Obenauf eine Handvoll knusprige Röstzwiebeln streuen. Wer mag, gibt noch etwas frischen Schnittlauch darüber.

Tipps, damit das Gericht wirklich immer gelingt

  • Planen Sie genug Zeit ein: Die Rouladen brauchen ihre Schmorzeit, das ist entscheidend für zartes Fleisch.
  • Kartoffelsorte wählen: Mehlig kochende Kartoffeln machen das Püree locker und cremig.
  • Temperatur beim Frittieren: Nicht zu heiß, sonst verbrennen die Zwiebeln und bleiben innen weich.
  • Alles gleichzeitig heiß: Erst Rouladen schmoren, dann Püree kochen und ganz zum Schluss die Röstzwiebeln frittieren.

Fazit: Roulade wie bei Oma – nur ein bisschen moderner

Mit dieser Kombination aus zarter Roulade, aromatischem Kartoffelpüree und knusprigen Röstzwiebeln holen Sie sich echtes Wohlfühlessen auf den Teller. Es ist ein Gericht, das nach Zuhause riecht. Und das trotzdem frisch und leicht wirkt.

Wenn Sie das Rezept einmal ausprobiert haben, werden Sie merken, wie unkompliziert es ist. Vielleicht wird es ja auch bei Ihnen das neue Sonntagsritual.

Lena Hartmann
Lena Hartmann

Ich bin Lena Hartmann, Foodjournalistin und Rezeptentwicklerin mit Schwerpunkt auf moderner europäischer Küche und kulinarischen Reisen. Nach meinem Studium der Ernährungswissenschaften als Absolvent der TU Muenchen habe ich mehrere Jahre in Restaurantküchen gearbeitet und Kochbücher lektoriert. Meine Spezialität sind alltagstaugliche Rezepte mit feinen Aromen sowie Reiseberichte mit kulinarischem Fokus – vom Marktbesuch bis zur Weinbegleitung. Zuhause beschäftige ich mich intensiv mit Tischkultur und saisonaler Wohnatmosphäre. Auf DouLavender teile ich meine Erfahrungen aus Küche, Reisen und Zuhausegestaltung und zeige, wie genussvolle Momente im Alltag entstehen.

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