Knuspriger Blätterteig, cremiger Vanillepudding, ein Hauch Puderzucker – und schon duftet Ihre Küche wie eine kleine Bäckerei. Diese Puddingtaschen sind so einfach, dass sie fast schon frech sind. Und genau das macht sie so gefährlich gut, denn man möchte sofort die nächste Blechladung in den Ofen schieben.
Warum diese Puddingtaschen wie vom Bäcker schmecken – nur besser
Vielleicht kennen Sie das: Man steht beim Bäcker, sieht diese glänzenden Puddingteilchen und denkt sich jedes Mal, wie gut die wohl warm schmecken würden. Zuhause sind sie aber oft schon weich, der Teig nicht mehr knusprig. Etwas enttäuschend.
Zu Hause haben Sie den Vorteil: Die Puddingtaschen kommen heiß und frisch aus dem Ofen. Außen goldbraun und blättrig, innen sanft warme Vanillecreme. Und das Beste daran? Sie wissen genau, was drin ist, und können die Süße ganz nach Ihrem Geschmack anpassen.
Zutaten für etwa 6–8 Puddingtaschen
Für diese einfachen Blätterteig-Puddingtaschen brauchen Sie nur wenige Zutaten. Vielleicht haben Sie vieles sogar schon im Haus.
- 250 ml Milch
- 1/2 Päckchen Vanillepuddingpulver (zum Kochen, ca. 20 g)
- 25 g Zucker (etwa 2 gehäufte EL)
- 1 Rolle frischer Blätterteig aus dem Kühlregal (ca. 275 g)
- 1 Ei, Größe M
- 1 EL Milch zum Bestreichen
- etwas Mehl für die Arbeitsfläche
- etwas Puderzucker zum Bestäuben
Optional können Sie nach Wunsch noch etwas geriebene Zitronenschale oder Vanillepaste in den Pudding geben. So bekommt er eine noch persönlichere Note.
Schritt für Schritt: So gelingen Ihnen perfekte Puddingtaschen
Keine Sorge, Sie müssen kein Backprofi sein. Folgen Sie einfach den Schritten und achten Sie auf die kleinen Details. Dann sehen Ihre Blätterteig-Puddingtaschen wirklich aus wie aus der Auslage vom Bäcker.
1. Cremige Puddingfüllung vorbereiten
- Geben Sie 200 ml Milch in einen kleinen Topf und erhitzen Sie sie bei mittlerer Hitze, bis sie fast kocht.
- Verrühren Sie in einer Schüssel 50 ml Milch mit dem Vanillepuddingpulver und den 25 g Zucker, bis keine Klümpchen mehr sichtbar sind.
- Gießen Sie diese Mischung in die heiße Milch und rühren Sie dabei ständig mit einem Schneebesen.
- Lassen Sie den Pudding kurz aufkochen, bis er deutlich andickt.
- Nehmen Sie den Topf vom Herd und lassen Sie den Pudding abkühlen. Decken Sie die Oberfläche am besten mit etwas Frischhaltefolie direkt auf dem Pudding ab, damit sich keine Haut bildet.
Der Pudding darf vor dem Füllen gern lauwarm sein. Zu heiß sollte er nicht sein, sonst wird der Blätterteig weich und lässt sich schlechter verarbeiten.
2. Blätterteig vorbereiten und zuschneiden
- Heizen Sie den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze oder 180 °C Umluft vor.
- Bestäuben Sie Ihre Arbeitsfläche leicht mit Mehl.
- Rollen Sie den Blätterteig vorsichtig darauf aus, falls er nicht schon ausgerollt ist.
- Schneiden Sie den Teig mit einem scharfen Messer oder Pizzaroller in 6–8 gleich große Rechtecke. Je kleiner die Rechtecke, desto mehr Taschen bekommen Sie, diese werden dann aber etwas kompakter.
Achten Sie darauf, dass die Teigstücke ungefähr gleich groß sind. So backen sie gleichmäßig und sehen auf der Platte schöner aus.
3. Pudding einfüllen und Puddingtaschen formen
- Geben Sie auf eine Hälfte jedes Rechtecks etwa 1–2 TL Vanillepudding. Lassen Sie dabei einen kleinen Rand frei.
- Bepinseln Sie die Ränder rund um die Füllung mit etwas Wasser, damit der Teig später gut zusammenklebt.
- Falten Sie die Teigstücke diagonal zu einem Dreieck zusammen, so dass der Pudding in der Mitte eingeschlossen ist.
- Drücken Sie die Ränder mit den Zinken einer Gabel fest an. Das sieht hübsch aus und hält die Füllung sicher im Teig.
Wenn doch einmal etwas Pudding herausquillt, ist das kein Drama. Wischen Sie ihn einfach ab oder lassen Sie ihn ein wenig karamellisieren. Das gibt sogar eine extra leckere Kante.
4. Bestreichen und backen
- Trennen Sie das Ei. Das Eiweiß können Sie anderweitig verwenden.
- Verquirlen Sie das Eigelb mit 1 EL Milch.
- Legen Sie die Puddingtaschen auf ein mit Backpapier belegtes Blech und bestreichen Sie sie dünn mit der Eigelb-Milch-Mischung.
- Backen Sie die Puddingtaschen für etwa 15–20 Minuten, bis sie schön goldbraun und aufgegangen sind.
Lassen Sie die fertigen Teilchen ein paar Minuten abkühlen. Bestäuben Sie sie dann vorsichtig mit Puderzucker. Lauwarm sind sie ein absoluter Traum.
Tipps, damit Ihre Puddingtaschen wirklich wie vom Bäcker werden
Oft sind es die kleinen Kniffe, die aus einem guten Rezept ein Lieblingsrezept machen. Hier ein paar Ideen, wie Sie Ihre Puddingtaschen noch ein Stückchen besser machen können.
- Blätterteig kalt verarbeiten: Holen Sie den Teig erst kurz vor dem Verarbeiten aus dem Kühlschrank. So blättert er im Ofen schöner auf.
- Nicht zu viel Füllung: Es ist verlockend, viel Pudding hineinzupacken. Doch zu viel davon drückt sich schnell heraus. Weniger ist hier wirklich mehr.
- Backzeit im Blick behalten: Jeder Ofen backt etwas anders. Schauen Sie die letzten Minuten öfter durch die Scheibe. Sind sie goldbraun, sind sie fertig.
- Reste nutzen: Übrig gebliebenen Pudding können Sie in kleine Gläser füllen, auskühlen lassen und mit etwas Obst servieren.
Variationen: Aus einfachen Puddingtaschen kleine Highlights machen
Wenn Sie das Grundrezept einmal ausprobiert haben, möchten Sie vielleicht ein wenig experimentieren. Mit ein, zwei Extras werden aus den klassischen Puddingtaschen schnell festliche Gebäckstücke.
- Mit Obst: Geben Sie auf den Pudding eine dünne Scheibe Apfel, ein paar Beeren oder ein Stück Pfirsich aus der Dose.
- Mit Schokolade: Streuen Sie ein paar Schokotropfen auf den noch warmen Pudding, bevor Sie den Teig schließen.
- Zimt-Zucker-Finish: Mischen Sie etwas Zimt in den Puderzucker und bestreuen Sie die Taschen damit.
- Vanille extra: Rühren Sie etwas Vanilleextrakt oder das Mark einer halben Vanilleschote in den Pudding für ein intensiveres Aroma.
Serviervorschläge: Wann Puddingtaschen am besten schmecken
Diese Teilchen sind kleine Stimmungsaufheller. Sie passen zum gemütlichen Sonntagskaffee, als süßer Abschluss nach einem leichten Mittagessen oder einfach so, wenn man sich etwas Gutes tun möchte.
Besonders schön: Servieren Sie die Puddingtaschen noch leicht warm mit einem Klecks geschlagener Sahne oder etwas frischen Beeren. Oder packen Sie sie abgekühlt in eine Dose und nehmen Sie sie als süßen Snack ins Büro oder für einen Ausflug mit.
Aufbewahrung und Aufwärmen
Wenn tatsächlich etwas übrig bleibt, können Sie die Puddingtaschen in einer luftdichten Dose im Kühlschrank aufbewahren. Dort halten sie etwa 1–2 Tage.
Zum Aufwärmen legen Sie sie für ein paar Minuten bei 150 °C in den Backofen. So werden sie wieder etwas knusprig. In der Mikrowelle werden sie eher weich, das geht aber, wenn es schnell gehen muss.
Vielleicht stehen Sie schon beim Lesen gedanklich in Ihrer Küche und hören das leise Knistern des Blätterteigs, wenn Sie hineinbeißen. Probieren Sie diese Blätterteig-Puddingtaschen ruhig einmal aus. Es könnte gut sein, dass Sie Ihren Lieblingsbäcker danach ein kleines bisschen weniger oft besuchen.






